Finanzen & Kosten
Wie wirtschaftlich ist Mieterstrom? Kennzahlen, Modelle und Praxisbeispiele erklärt
Wie wirtschaftlich ist Mieterstrom? Kennzahlen, Praxisbeispiele und die 6 Schritte einer Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Camila Blajos Razuk
8 Minuten

Mieterstrom gilt als eine der spannendsten Lösungen für die Energiewende im Gebäudesektor. Die Idee klingt bestechend einfach: Solarstrom vom eigenen Dach wird direkt an die Mieter:innen geliefert – günstiger als aus dem Netz und klimafreundlich zugleich. Doch viele Eigentümer:innen stellen sich die entscheidende Frage: Lohnt sich das Modell auch wirtschaftlich?
Die Antwort darauf liefert eine fundierte Wirtschaftlichkeitsberechnung. Sie betrachtet Investitionskosten, laufende Ausgaben, Erlöse und Risiken über die gesamte Projektlaufzeit. So wird aus einer groben Idee ein klar quantifizierbares Geschäftsmodell – für Vermieter:innen wie auch für Mieter:innen.
Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung macht Mieterstrom kalkulierbar. Sie stellt alle relevanten Kosten, Einnahmen und Risiken systematisch gegenüber und zeigt in klaren Zahlen, wie sich das Projekt über die 20 Jahre EEG-Laufzeit finanziell entwickelt.
Das Potenzial ist enorm: Laut des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) könnten bis zu 14,3 Millionen Haushalte in 1,9 Millionen Mehrfamilienhäusern in Deutschland von Mieterstrom profitieren. Trotzdem sind bislang nur wenige Tausend Anlagen umgesetzt worden – das Marktpotenzial ist also riesig und noch weitgehend ungenutzt.
Die Gründe dafür sind vielfältig: Während Mieter:innen teilweise bis zu 30 % weniger Stromkosten gegenüber der Grundversorgung zahlen können, hängt die tatsächliche Rentabilität stark von der Teilnahmerate der Haushalte, den technischen Rahmenbedingungen und dem EEG-Mieterstromzuschlag ab.
Genau hier setzt unser Artikel an: Wir zeigen, wie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für Mieterstrom aufgebaut ist, welche Faktoren den größten Einfluss haben und mit welchen Annahmen sich ein realistisches Bild ergibt. So erhältst Du eine verlässliche Grundlage, um zu entscheiden, ob sich Mieterstrom für Dein Gebäude rechnet.
Berechnen Sie Ihre Rendite
100% kostenfrei
Definition & Abgrenzung: Was ist Mieterstrom?
Unter Mieterstrom versteht man Strom, der mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Wohngebäudes erzeugt und direkt an die Mieter:innen dieses Gebäudes geliefert wird. Der Strom wird also nicht ins öffentliche Netz eingespeist, sondern vor Ort verbraucht – günstiger für die Bewohner:innen, ökologisch effizienter, und wirtschaftlich rentabler.
Kurz gefasst: Mieterstrom bedeutet: Solarstrom vom Dach wird direkt an Mieter:innen im selben Gebäude verkauft – zu einem Preis unterhalb des Grundversorgungstarifs.
Abgrenzung zu anderen Modellen
Damit Mieterstrom eindeutig einzuordnen ist, ist der Vergleich mit anderen Konzepten wichtig:
Volleinspeisung
Hier wird der gesamte erzeugte Strom ins öffentliche Netz eingespeist und nach dem EEG tariflich vergütet – ohne direkten Nutzen für die Bewohner:innen. Dieses Modell war früher beliebt, verliert aber zunehmend an Attraktivität, da die aktuellen Vergütungssätze meist deutlich unter den Kosten für Mieterstrom liegen (z. B. rund 10 ct/kWh vs. 20–25 ct/kWh beim Mieterstrom). Mehr dazu findest du in unserem Artikel „Lohnt sich Volleinspeisung überhaupt noch? Worauf Sie achten sollten“.
Eigenverbrauch (Privat)
Der erzeugte Solarstrom wird direkt vom Eigentümer genutzt – wie bei einem Einfamilienhaus – ohne Lieferung an Dritte.
Direktlieferung / Power Purchase Agreements (PPA) Langfristige Stromlieferverträge zwischen großen PV- oder Windanlagen und externen Abnehmern (z. B. Unternehmen). Für Mehrfamilienhäuser spielt dieses Modell keine Rolle, da es ausschließlich für Großabnehmer:innen gedacht ist.
Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (GGV)
Ein relativ neues Konzept, bei dem Strom gemeinschaftlich durch mehrere Wohnungen oder Gebäude genutzt wird und andere rechtliche Grundlagen hat. Die Unterschiede zum EEG-Mieterstrom erklären wir ausführlich im Artikel „EEG Mieterstrom vs. Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung: Welches Modell passt zu Ihrem Gebäude?“.
Praxisbeispiel: Mieterstrom mit Wärmepumpe in Ravensburg
Ein konkretes Projekt in Meine (Niedersachsen) zeigt, dass Mieterstrom nicht nur ökologisch überzeugt, sondern auch finanziell äußerst attraktiv sein kann. Trotz vergleichsweise kleiner Anlagengröße mit nur zwei Wohneinheiten konnte hier eine Rendite von fast 14 % erzielt werden – und das bei einer Amortisationszeit von nur acht Jahren. Besonders spannend: Neben den Wohnungen wird auch eine Wärmepumpe in das Modell eingebunden, wodurch ein erheblicher Teil des Solarstroms direkt vor Ort genutzt wird. So profitieren Eigentümer:innen von stabilen Erträgen, während die Mieter:innen ihre jährlichen Stromkosten um fast 400 € pro Haushalt senken können.
Die Antwort auf die Frage, ob sich Mieterstrom wirklich lohnt, liefert eine fundierte Wirtschaftlichkeitsberechnung. Sie betrachtet sämtliche Investitionskosten, laufende Ausgaben, Erlöse und Risiken über die gesamte Projektlaufzeit. So wird aus einer groben Idee ein klar quantifizierbares Geschäftsmodell – sowohl für Vermieter:innen als auch für Mieter:innen.
Unser Artikel „3 Kennzahlen, die zeigen, wie rentabel Ihr Mieterstromprojekt ist“ bietet hierzu einen kompakten Einstieg: Er zeigt, wie die Kennzahlen Rendite, Eigenverbrauchsquote und Autarkiequote die Wirtschaftlichkeit transparent und vergleichbar machen.
Ausgangsdaten
PV-Anlage: 10 kWp
Verbrauch Wohnungen: 7.000 kWh/Jahr
Verbrauch Wärmepumpe: 6.000 kWh/Jahr
Jährliche PV-Erzeugung: 9.500 kWh
Gesamtverbrauch: 13.000 kWh
Verbrauchsverteilung
Eigenverbrauch Mieterstrom: 2.450 kWh
Eigenverbrauch Wärmepumpe: 1.200 kWh
Netzstrombedarf (Reststrom): 4.550 kWh
Überschusseinspeisung: 5.850 kWh
Eigenverbrauchsquote: 38 %
Autarkiegrad: 28 %
Die wirtschaftlichen Ergebnisse können sich sehen lassen:
Rendite p. a.: 13,9 %
Amortisationszeit: 8 Jahre
Gewinn im 1. Jahr: 1.096 €
Gesamtgewinn nach 20 Jahren: ca. 23.754 €
CO₂-Ersparnis: 3,6 t pro Jahr
Auch die Mieter:innen profitieren deutlich:
Kosten in der Grundversorgung: ca. 1.401 € pro Jahr
Kosten im Mieterstrom-Modell: ca. 1.013 € pro Jahr
Ersparnis pro Haushalt: rund 388 € jährlich
Vorgehensmodell der Wirtschaftlichkeitsberechnung
Damit Sie eine fundierte Entscheidung für oder gegen ein Mieterstromprojekt treffen können, braucht es eine strukturierte Wirtschaftlichkeitsberechnung. Diese folgt einem klaren Vorgehen in sechs Schritten:
1. Datenaufnahme: Gebäude & Technik
Zunächst werden die technischen Eckdaten Ihres Gebäudes erfasst:
verfügbare Dachfläche, Ausrichtung, Neigung, Verschattung
geplante PV-Leistung in kWp
mögliche Zusatztechnik wie Speicher, Ladesäulen oder Wärmepumpe
2. Verbrauch & Teilnahmerate
Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist der Stromverbrauch Ihrer Mieter:innen und deren Bereitschaft zur Teilnahme.
Anzahl der Wohneinheiten und Haushaltslastprofile
realistische Teilnahmerate (typisch 50–80 %)
ggf. zusätzlicher Verbrauch durch Wärmepumpen oder Ladeinfrastruktur
3. Investitions- und Betriebskosten (CAPEX & OPEX)
Im dritten Schritt werden die Kosten ermittelt:
CAPEX: Anschaffungskosten PV-Anlage, Speicher, Messtechnik
OPEX: Wartung, Versicherung, Abrechnungssoftware, Messstellenbetrieb
4. Erlöse aus Mieterstrom & Einspeisung
Ihre Einnahmen setzen sich aus mehreren Quellen zusammen:
Mieterstromtarif: Grundgebühr + Arbeitspreis, der unterhalb der Grundversorgung liegt
EEG-Mieterstromzuschlag (abhängig von Anlagengröße und Inbetriebnahmejahr)
Einspeisevergütung für überschüssigen Strom
5. Steuern & rechtliche Rahmenbedingungen
Hier werden die steuerlichen und regulatorischen Effekte berücksichtigt:
Umsatzsteuer (Option zur Steuerpflicht oder Kleinunternehmerregelung)
Gewerbesteuerliche Behandlung
Einbindung des Mieterstromzuschlags im EEG-Rahmen
6. Kennzahlen zur Bewertung
Abschließend werden die Ergebnisse in zentrale Kennzahlen überführt, die die Wirtschaftlichkeit auf einen Blick sichtbar machen:
Amortisationszeit (Break-Even in Jahren)
Rendite (IRR)
Stromgestehungskosten (LCOE)
Eigenverbrauchsquote & Autarkiegrad
Die drei Kernkennzahlen einer Mieterstrom-Wirtschaftlichkeitsrechnung sind: Rendite, Eigenverbrauchsquote und Autarkiequote.Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Artikel: 3 Kennzahlen, die zeigen, wie rentabel Ihr Mieterstromprojekt ist.
Sensitivitätsanalyse: Welche Faktoren den größten Unterschied machen
Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung basiert immer auf Annahmen – und die können sich im Laufe der Zeit ändern. Deshalb ist es wichtig, verschiedene Szenarien durchzuspielen. Besonders drei Faktoren haben einen entscheidenden Einfluss:
1. Strompreise
Szenario steigende Preise (+20 %): Die Attraktivität von Mieterstrom steigt, da die Differenz zur Grundversorgung größer wird. Mieter:innen sparen mehr, und die Erlöse für Vermieter:innen steigen.
Szenario sinkende Preise (–20 %): Der Vorteil gegenüber der Grundversorgung verringert sich, die Rendite sinkt entsprechend.
2. Teilnahmerate der Mieter:innen
Hohe Quote (z. B. 80 %): Mehr Haushalte beziehen Strom direkt, der Eigenverbrauch steigt, und die Wirtschaftlichkeit verbessert sich deutlich.
Niedrige Quote (z. B. 40 %): Ein größerer Anteil des Stroms muss eingespeist werden, was zu geringeren Einnahmen führt.
3. Finanzierung & Zinsniveau
Niedrige Zinsen: verkürzen die Amortisationszeit und steigern die Rendite.
Steigende Zinsen: können Projekte verteuern und die Kapitalrendite schmälern – wobei Mieterstrom durch seine langfristigen Cashflows immer noch stabil bleibt.
Rechtlicher Rahmen: Das EEG-Mieterstrommodell in der Praxis
Die Grundlage für Mieterstromprojekte bildet das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dort ist klar geregelt, wann Strom als Mieterstrom gilt: Er muss im selben Gebäude oder zumindest auf demselben Grundstück erzeugt und direkt an die Mieter:innen geliefert werden. Wichtig ist, dass dabei kein öffentliches Netz durchlaufen wird – andernfalls handelt es sich nicht mehr um ein EEG-Mieterstrommodell. Die Bundesnetzagentur betont außerdem, dass der Mieterstromvertrag stets eigenständig sein muss. Er darf also nicht über die Nebenkosten abgerechnet oder automatisch in den Mietvertrag integriert werden. Nur so wird sichergestellt, dass Mieter:innen die freie Wahl ihres Stromlieferanten behalten.
Besonders interessant ist der sogenannte Mieterstromzuschlag, den die Betreiber:innen zusätzlich zu den Einnahmen aus dem Stromverkauf erhalten. Die Höhe des Zuschlags hängt von der Größe der Photovoltaikanlage und dem Inbetriebnahmejahr ab und degressiert regelmäßig. Dennoch ist er ein zentraler Bestandteil in fast jeder Wirtschaftlichkeitsberechnung, da er die Rendite spürbar erhöht. In der Praxis gibt es zwei Modelle (nicht zu verwechseln mit den verschiedenen Betriebs- und Geschäftsmodellen): Entweder beliefern Eigentümer:innen ihre Mieter:innen direkt mit Strom (Grundmodell), oder sie binden einen externen Anbieter ein, der die Lieferantenrolle übernimmt (Lieferkettenmodell). Beide Varianten können mit einer Einspeisevergütung kombiniert werden, wenn Überschüsse ins Netz eingespeist werden.
Für Vermieter:innen wichtig zu wissen: Mieterstromverträge unterliegen klaren verbraucherschützenden Vorgaben. Die Erstlaufzeit darf höchstens zwei Jahre betragen, und Kündigungsfristen dürfen ein Maximum von einem Monat nicht überschreiten. Zudem gilt jederzeit ein Wechselrecht: Mieter:innen können sich auch während der Vertragslaufzeit für einen anderen Stromlieferanten entscheiden, falls sie möchten. Schließlich darf der Strompreis im Mieterstrommodell höchstens 90 % des regionalen Grundversorgungstarifs betragen. Damit wird garantiert, dass Mieter:innen von echtem Preisvorteil profitieren.
Risiken, Absicherung & Vertragsgestaltung
Auch wenn Mieterstrom zahlreiche Vorteile bietet, ist er – wie jedes Investitionsmodell – nicht frei von Risiken. Für eine fundierte Wirtschaftlichkeitsberechnung ist es daher entscheidend, diese Risiken zu kennen und frühzeitig geeignete Absicherungen einzuplanen.
Ein wesentliches Risiko liegt in der technischen Seite. Photovoltaikanlagen können weniger Strom erzeugen als prognostiziert – sei es durch wetterbedingte Abweichungen, Verschattung oder technische Defekte. Zwar sind moderne Anlagen äußerst zuverlässig, dennoch sollten Eigentümer:innen immer mit konservativen Annahmen kalkulieren. Regelmäßige Wartungen und Versicherungen gegen Ertragsausfälle sorgen hier für zusätzliche Sicherheit.
Ein zweiter Unsicherheitsfaktor betrifft die wirtschaftliche Seite. Die Rentabilität hängt maßgeblich von der Entwicklung der Strompreise ab: Steigende Marktpreise erhöhen den Vorteil des Mieterstroms gegenüber der Grundversorgung, sinkende Preise können die Marge reduzieren. Ebenfalls wichtig ist die Teilnahmerate der Mieter:innen. Je mehr Haushalte teilnehmen, desto höher ist der Eigenverbrauchsanteil – und desto stabiler sind die Einnahmen. Bleiben viele Mieter:innen hingegen beim Grundversorger, sinkt die Wirtschaftlichkeit.
Hinzu kommen regulatorische Risiken. Zwar ist der Mieterstromzuschlag gesetzlich verankert, doch er degressiert regelmäßig. Auch Anpassungen im EEG oder steuerliche Änderungen können die Kalkulation beeinflussen. Deshalb empfiehlt es sich, Verträge so zu gestalten, dass künftige Anpassungen berücksichtigt werden können.
Genau an diesem Punkt zeigt sich die Bedeutung einer professionellen Vertragsgestaltung. Sie schafft Klarheit und verteilt Chancen und Risiken fair zwischen Vermieter:in, Betreiber:in und Dienstleister – und schützt gleichzeitig die Interessen der Mieter:innen. Häufig werden dafür Service-Level-Agreements vereinbart, die eine bestimmte Anlagenverfügbarkeit garantieren. Ebenso sinnvoll sind Indexklauseln, die Preisänderungen transparent abbilden, oder Mindestteilnahmeklauseln, die die Einnahmen stabilisieren.
Am Ende gilt: Risiken lassen sich nicht vollständig ausschließen, wohl aber planbar und fair absichern. Wer Mieterstrom mit einem erfahrenen Partner umsetzt, profitiert nicht nur von moderner Technik, sondern auch von standardisierten Vertragswerken, die genau auf diese Herausforderungen zugeschnitten sind
Förderung & Finanzierung
Die Wirtschaftlichkeit eines Mieterstromprojekts hängt entscheidend von der gesetzlichen Förderung und dem passenden Finanzierungsmodell ab.
Ein zentrales Element ist der Mieterstromzuschlag. Seit 2017 nach § 21 EEG etabliert, erhalten Betreiber:innen diesen zusätzlichen Bonus für jede Kilowattstunde Solarstrom, die direkt an Mieter:innen geliefert wird. Die Höhe richtet sich nach der Anlagengröße und dem Inbetriebnahmejahr und degressiert im Laufe der Zeit. Trotz der Degression bleibt er ein bedeutender Hebel zur Verbesserung der Rentabilität. Die Bundesnetzagentur bietet regelmäßige Updates zu aktuellen Zuschlagswerten an.
Zur Finanzierung eines Projekts stehen grundsätzlich zwei Wege zur Wahl:
Eigenbetrieb: Sie investieren selbst in die Anlage und betreiben sie. Alle Einnahmen — Stromverkauf, Mieterstromzuschlag, Einspeisevergütung — fließen direkt an Sie. Das Modell bietet das höchste Renditepotenzial, geht aber mit maximalem Kapitalbedarf und Verwaltungsaufwand einher.
Contracting oder Kooperationsmodell: Ein externer Partner übernimmt Investition, Betrieb und Abwicklung. Sie stellen lediglich das Dach zur Verfügung — ohne eigenes Kapital und mit minimalem Aufwand. Allerdings teilen Sie auch die Erlöse, da der Großteil beim Contractor verbleibt.
Die Wahl des Finanzierungsmodells entscheidet, ob Sie Rendite maximieren oder Aufwand minimieren möchten. Beide Wege können je nach strategischer Ausrichtung sinnvoll sein.
Weiterführende Infos zu Fördermitteln wie KfW-Krediten, regionalen Zuschüssen oder steuerlichen Vorteilen finden Sie in unserem Artikel : So sparen Sie bei Ihrer PV‑Anlage: Förderungen, Kredite und Steuervorteile im Überblick.
Fazit: Mieterstrom rechnet sich – ökologisch und wirtschaftlich
Mieterstrom ist längst mehr als ein ökologisches Prestigeprojekt. Richtig geplant und umgesetzt, bietet er Vermieter:innen attraktive Renditen und Mieter:innen spürbare Einsparungen. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit sind eine realistische Verbrauchsanalyse, die richtige Finanzierungsform sowie ein passendes Mess- und Vertragskonzept.
Die Beispiele zeigen: Schon kleine Mehrfamilienhäuser können zweistellige Renditen erzielen – bei gleichzeitig sinkenden Stromkosten für die Bewohner:innen. Damit entsteht eine klassische Win-win-Situation, die sowohl die Attraktivität der Immobilie steigert als auch einen konkreten Beitrag zur Energiewende leistet.
Wer die Chancen des Mieterstrommodells nutzen möchte, sollte frühzeitig prüfen, welches Projektmodell am besten passt und welche Förderungen in Anspruch genommen werden können. Mit einem erfahrenen Partner wie Dach für Dach an der Seite wird aus einer komplexen Aufgabe ein klar strukturiertes Erfolgsmodell.
FAQ: Häufige Fragen zu Mieterstrom
Geschrieben von
Camila Blajos Razuk
Redaktion Dach für Dach
Häufige Fragen
Was ist Mieterstrom?
Beim Mieterstrom wird Solarstrom vom Dach eines Mehrfamilienhauses direkt an die Mieterinnen und Mieter im selben Gebäude verkauft, ohne den Umweg über das öffentliche Stromnetz. Reicht der Solarstrom nicht aus, wird automatisch Strom aus dem Netz nachgeliefert. Die Stromversorgung ist also jederzeit gesichert.
Wie verläuft der Prozess mit Dach für Dach?
Zum Start berechnen wir das Renditepotenzial Ihrer Immobilie und legen gemeinsam einen Zeitplan fest. Danach informieren Sie als Vermieter die Mietparteien, dafür stellen wir Informationsmaterial bereit und unterstützen auf Wunsch bei der Mieterkommunikation. Anschließend installiert ein Fachbetrieb die Anlage, bei der Auswahl helfen wir gerne.
Wie überzeuge ich meine Mieter?
Mieter profitieren von niedrigeren Strompreisen, weil sie Netzentgelte sparen und günstigen Solarstrom vom eigenen Dach nutzen. Ihre Stromkosten sinken um bis zu 30 %. Außerdem werden sie unabhängiger vom Strommarkt. Dach für Dach unterstützt Sie mit Informationsmaterial und auf Wunsch aktiv im Gespräch mit Ihren Mietparteien.
Was passiert bei einem Mieterwechsel?
Sobald eine Mietpartei auszieht, endet automatisch ihre Teilnahme am Mieterstrom. Neue Mieter können dem Modell beitreten. Wir empfehlen, neue Mieter frühzeitig über die Möglichkeit der Versorgung durch die Solaranlage des Hauses zu informieren, damit sie ab dem Einzug versorgt werden können.
Wer kümmert sich um Planung und Installation der Solaranlage?
Sie wählen selbst den Fachbetrieb aus, der die Anlage plant und installiert. Dach für Dach unterstützt bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung verschiedener Anlagengrößen und bringt Sie auf Wunsch mit einem unserer Partnerbetriebe zusammen.
Wie läuft der Betrieb der Solaranlage?
Im Betrieb unterstützen Sie unser Team und die Dach-für-Dach-Software. Sie liefert aktuelle Verbrauchs- und Erzeugungsdaten der einzelnen Wohneinheiten und übernimmt die Abrechnung der Stromkosten. Die Wartung der Anlage übernimmt der Fachpartner, der sie installiert hat.
Finden Sie heraus, wie viel Potenzial in Ihrer Immobilie steckt!
Immobiliencheck starten
