Technik & Komponenten

Wandlermessung bei PV & Mieterstrom: Ab wann braucht man einen Wandlerzähler?

Veröffentlichungsdatum:

08.10.2025

Autorin:

Camila Blajos Razuk

Lesezeit: 

8 Minuten

Technik & Komponenten

Wandlermessung bei PV & Mieterstrom: Ab wann braucht man einen Wandlerzähler?

Veröffentlichungsdatum:

08.10.2025

Autorin:

Camila Blajos Razuk

Lesezeit: 

8 Minuten

„Brauchen wir wirklich einen neuen Zählerschrank?“ – diese Frage stellen sich viele Eigentümer:innen, sobald die PV-Anlage nicht mehr klein gedacht ist. Denn wer zusätzlich eine Wallbox, einen Stromspeicher oder sogar Mieterstrom für ein Mehrparteienhaus plant, merkt schnell: Der Strombedarf steigt. Und damit ändern sich auch die Anforderungen an die Messtechnik.

Spätestens wenn die PV-Anlage größer wird, fällt oft ein technischer Begriff, den viele bis dahin noch nie gehört haben: Wandlermessung. Netzbetreiber oder Elektriker erklären dann, dass ein normaler Haushaltszähler nicht mehr ausreicht, weil zu hohe Ströme fließen und dass nun ein sogenannter Wandlerzähler eingebaut werden muss. Doch was genau bedeutet das eigentlich? Warum reicht der bisherige Zähler nicht mehr? Und ist das wirklich notwendig, oder nur zusätzlicher Aufwand?

In diesem Artikel erklären wir verständlich und praxisnah, was ein Wandlerzähler ist, ab wann man ihn braucht, wie er technisch funktioniert und was das für die Planung und Umsetzung eines PV- oder Mieterstromprojekts bedeutet. Denn eines ist klar: Wandlerzähler sind heute in vielen Projekten Standard. Sie bringen zwar etwas mehr Planungsaufwand mit sich, aber sind mit der richtigen Planung gut umsetzbar. Wir zeigen, welche Schwellenwerte gelten, wie Wandlermessung funktioniert und worauf Sie achten sollten, bevor es an die Umsetzung geht.

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Was ist ein Wandlerzähler – und warum braucht man ihn manchmal?

Ein Wandlerzähler ist ein spezieller Stromzähler, der nicht (wie ein Standard-Haushaltszähler) den Strom direkt misst, sondern über sogenannte Stromwandler. Diese Art der Messung kommt immer dann zum Einsatz, wenn der Stromfluss so stark ist, dass ein herkömmlicher Zähler technisch überfordert wäre.

Konkret bedeutet das: Bei hohen Stromstärken – etwa in größeren Photovoltaikanlagen, in Mehrfamilienhäusern mit zentralem Netzanschluss oder bei gewerblichen Mieterstromprojekten – fließt mehr Strom, als ein Standardzähler sicher und genau erfassen kann. Ab einer bestimmten Grenze schreiben Netzbetreiber daher eine Wandlermessung vor.

Diese Grenze ist allerdings nicht bundesweit einheitlich: Viele Netzbetreiber setzen sie bei über 63 Ampere an, bei einigen (abhängig vom Zählertyp, Leitungsquerschnitt oder der technischen Ausstattung) kann die Pflicht jedoch schon ab rund 40–55 Ampere greifen.

Das liegt daran, dass bei höheren Dauerströmen – etwa wenn mehrere große Verbraucher gleichzeitig laufen (z. B. Wallboxen, Wärmepumpen, Durchlauferhitzer oder mehrere kochende Haushalte) – die Sicherung oder der Zähler überlastet werden könnte.

Deshalb gilt: Immer die Vorgaben des zuständigen Netzbetreibers prüfen – und schon in der Planung realistisch abschätzen, welche gleichzeitigen Lasten im Gebäude auftreten können.

Was macht der Wandlerzähler anders?

Statt den gesamten Strom selbst durchzuleiten, misst er nur einen kleinen, proportionalen Teil davon: Den sogenannten Sekundärstrom, der zuvor über Stromwandler „abgezweigt“ wurde. Der Zähler rechnet diesen Wert anschließend mit einem festgelegten Faktor hoch, um den tatsächlichen Verbrauch zu ermitteln.

Beispiel: Fließen auf einer Phase 250 Ampere durch die Hauptleitung, erzeugt der Stromwandler daraus einen Sekundärstrom von 5 Ampere – genau 1/50 des Originalwerts.

Der Wandlerzähler misst also diese 5 A, multipliziert sie intern mit dem Faktor 50 und weiß damit, wie viel Strom tatsächlich durch die Leitung fließt.

Diese Art der Messung ist technisch deutlich aufwendiger als bei klassischen Zählern, aber unverzichtbar, sobald gewisse Leistungsgrenzen überschritten werden. Der Wandlerzähler ist in diesen Fällen also kein zusätzliches Gerät, sondern der zentrale Hauptzähler, der die klassische Direktmessung ersetzt.

Direktmessung vs. Wandlermessung – wo liegen die Grenzen?

Die meisten Stromzähler im Haushalt funktionieren nach dem Prinzip der Direktmessung: Der Strom fließt direkt durch den Zähler, der den Verbrauch unmittelbar erfasst. Dieses Verfahren ist einfach, zuverlässig und kostengünstig, solange die Stromstärken moderat bleiben.

Doch genau hier liegt die Grenze: Direktmessende Zähler sind technisch nur bis zu einer bestimmten Stromstärke ausgelegt. In der Praxis liegt diese Grenze häufig bei 63 Ampere, also etwa 30–40 Kilovoltampere (kVA) Anschlussleistung im Dreiphasen-Wechselstromnetz.

Je nach Netzbetreiber kann diese Schwelle jedoch auch niedriger angesetzt sein – etwa bei 55 A oder 40 A.

Der Grund: Bei höheren Strömen können direktmessende Zähler überhitzen, ungenau arbeiten oder vorzeitig ausfallen.

Sobald also mehrere große Verbraucher gleichzeitig betrieben werden – etwa PV-Anlage, Wallbox, Durchlauferhitzer oder Wärmepumpe – ist eine Wandlermessung technisch erforderlich, um Betriebssicherheit und Messgenauigkeit sicherzustellen.

Ob sie tatsächlich eingesetzt werden muss, hängt von der Planung, dem Verbrauchsverhalten – und den Vorgaben des Netzbetreibers ab.

Quelle: The Charging Project (thechargingproject.com)

Die Gründe dafür sind technischer Natur: Direktmessende Zähler haben stromführende Klemmen und Leitungen im Inneren. Bei hohen Strömen kann es hier zu erheblicher Wärmeentwicklung kommen, was sowohl die Messgenauigkeit als auch die Betriebssicherheit beeinträchtigt. Außerdem sind klassische Zähler nicht für die physikalische Belastung durch hohe Dauerströme ausgelegt.

In solchen Fällen kommt die Wandlermessung ins Spiel: Statt den gesamten Strom durch den Zähler zu leiten, wird dieser nur indirekt gemessen: Über einen abgegriffenen Sekundärstrom mithilfe von Stromwandlern. Dadurch bleibt der Zähler selbst weitgehend entlastet, während die Messung weiterhin normgerecht und eichfähig erfolgen kann.

Die Unterscheidung ist also keine Frage des Komforts, sondern eine technisch und regulatorisch definierte Schwelle: Viele Netzbetreiber schreiben ab 63 Ampere eine Wandlermessung verbindlich vor – andere setzen die Grenze jedoch schon bei 55 oder sogar 40 Ampere an, je nach technischer Ausstattung (z. B. EHZ-Zähler) und den internen Vorgaben in den Technischen Anschlussbedingungen (TAB).

Wandlermessung

Direktmessung

Wann ist ein Wandlerzähler Pflicht? – Technische & normative Schwellen

Ob ein Wandlerzähler wirklich notwendig ist, entscheidet sich nicht nach Gefühl, sondern nach klaren technischen und regulatorischen Grenzwerten. Maßgeblich ist dabei die Stromstärke, die über den Netzanschluss des Gebäudes läuft.

Die sogenannte Bemessungsstromgrenze für direktmessende Zähler liegt in Deutschland bei 63 Ampere. Das entspricht einer Anschlussleistung von etwa 30 bis 40 kVA im Drehstromnetz.

Wird dieser Wert überschritten, reichen Standardzähler nicht mehr aus, weil sie technisch überlastet werden könnten oder ungenau messen. Einige Netzbetreiber senken die Grenze zusätzlich ab, etwa auf 55 A oder 40 A, um Sicherheitsreserven zu gewährleisten.

Infobox: Was ist die Bemessungsstromgrenze?

Die Bemessungsstromgrenze ist der maximale Strom, den ein Gerät – etwa ein Stromzähler oder Leistungsschalter – dauerhaft führen kann, ohne überlastet zu werden. Wird diese Grenze überschritten, kann der Zähler überhitzen, ungenau messen oder ausfallen. Deshalb schreiben viele Netzbetreiber ab 55–63 A eine Wandlermessung verbindlich vor.

Diese Schwelle ist nicht nur technischer Konsens, sondern auch in den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der meisten deutschen Netzbetreiber eindeutig geregelt.

Aber Achtung: Je nach Netzbetreiber kann diese Grenze abweichen.

Typische Anwendungsfälle, in denen diese Grenze überschritten wird, sind:

  • Größere Photovoltaikanlagen ab ca. 30–40 kWp
  • Mehrfamilienhäuser mit zentralem Netzanschluss und mehreren Wohneinheiten
  • Mieterstromprojekte, bei denen PV, Speicher und Wärmepumpe zusammenkommen
  • Gewerbliche Immobilien mit hohem Verbrauch (z. B. Werkstätten, Bürogebäude)
  • Ladeinfrastruktur mit mehreren Wallboxen auf einem Anschluss

 

In der Praxis genügt also ein großer Speicher oder eine zweite Wallbox, um die 63-Ampere-Grenze – oder je nach Netzbetreiber auch eine niedrigere Schwelle – zu überschreiten.

Deshalb ist es wichtig, bereits in der Planungsphase eines Projekts realistisch einzuschätzen, welche gleichzeitigen Stromlasten im Gebäude auftreten könnten. Z. B. mehrere gleichzeitig kochende Haushalte, durchlauferhitzte Warmwasserbereitung, oder die kombinierte Nutzung von Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur.

Die folgende Übersicht zeigt typische Projektkonstellationen mit dem jeweils zu erwartenden Strombedarf – und ob in der Praxis meist eine Direkt- oder Wandlermessung notwendig ist.

Die folgende Übersicht zeigt typische Projektkonstellationen mit dem jeweils zu erwartenden Strombedarf – und ob in der Praxis meist eine Direkt- oder Wandlermessung notwendig ist.

Wann reicht die Direktmessung – und wann braucht es Wandlermessung?

Hinweis zur Tabelle: Zur Orientierung – keine verbindliche Regel: Die Angaben in der Tabelle basieren auf typischen Erfahrungswerten aus der Praxis und dienen lediglich zur groben Einordnung. Die tatsächliche Notwendigkeit einer Wandlermessung hängt immer vom zuständigen Netzbetreiber, dem eingesetzten Zählersystem und der gleichzeitig auftretenden Last im Gebäude ab. Eine verbindliche Aussage kann nur durch die Netzbetreiberprüfung im Einzelfall getroffen werden.

So funktioniert eine Wandlermessung

Während bei der klassischen Direktmessung der Strom direkt durch den Zähler fließt, geht die Wandlermessung einen anderen Weg: Hier wird der Strom nicht mehr direkt gemessen, sondern indirekt über sogenannte Stromwandler.

Diese Stromwandler sitzen auf den stromführenden Leitungen und „fühlen“ mithilfe eines Magnetfelds, wie viel Strom gerade fließt. Statt den gesamten Strom zu übertragen, erzeugen sie daraus einen kleinen, proportionalen Sekundärstrom, der in einem separaten Messkreis zum eigentlichen Wandlerzähler geleitet wird. Dieser misst dann den reduzierten Strom – meist nur 1/50 oder 1/100 des tatsächlichen Stroms – und rechnet das Ergebnis automatisch hoch.

Beispiel: Der Zähler kennt den Umrechnungsfaktor (z. B. 50) – und weiß: „Das, was ich messe, muss ich mit 50 multiplizieren.“

Der große Vorteil: Der Zähler selbst wird dadurch entlastet. Er misst nur den kleinen Sekundärstrom ohne Hitzeentwicklung oder Gefahr der Überlastung. Das macht Wandlermessung sicherer, präziser und belastbarer, wenn große Strommengen im Spiel sind.

Auch der Aufbau im Schaltschrank ist ein anderer: Der Strom fließt nicht mehr durch den Zähler, sondern durch Stromwandler, die wiederum mit dem Zähler über eine separate Leitung verbunden sind (Sekundärkreis).

Für Wandlermessungen ist ein anders aufgebauter Zählerplatz erforderlich als bei der Standardmessung. Häufig muss der Schaltschrank um einen sogenannten Wandlerzusatzraum oder ein separates Wandlerfeld erweitert werden, abhängig von den Vorgaben des Netzbetreibers.

Varianten & Bauarten: Von Wandlerfeld bis Zählerschrankumbau

Wer eine Wandlermessung benötigt, muss nicht nur den richtigen Zähler verbauen, sondern auch sicherstellen, dass im Zählerschrank ausreichend Platz und Struktur für die Wandlertechnik vorhanden ist. Denn im Unterschied zur klassischen Direktmessung wird bei der Wandlermessung der Strom nicht mehr direkt durch den Zähler geleitet, sondern über Stromwandler erfasst. Diese benötigen einen eigenen Einbauort zusätzlich zum Zählerfeld selbst.

Je nach Netzbetreiber und Situation vor Ort gibt es dafür verschiedene Aufbauvarianten. Die wichtigsten in der Praxis:

Zählerschrank mit integriertem Wandlerfeld

In modernen Zählerschränken kann die Wandlermessung oft direkt integriert werden – wenn die Planung das von Anfang an berücksichtigt. Die Stromwandler sitzen dabei in einem eigenen Feldabschnitt, dem sogenannten Wandlerraum. Dieser ist vom eigentlichen Zählerfeld räumlich getrennt und darf nur von geschultem Fachpersonal geöffnet werden.

Typisch für Neubauten

Wandlerzusatzraum bei bestehenden Schränken

In vielen Bestandsgebäuden fehlt der Platz für Wandlermessung im bestehenden Zählerschrank. In diesem Fall muss häufig ein Wandlerzusatzraum ergänzt werden. Hier werden:

  • die Stromwandler installiert,
  • zusätzliche Klemmen und Prüfeinrichtungen montiert,
  • ggf. Sicherungen für den Sekundärstromkreis untergebracht.

 

Ob und wie dieser Raum ergänzt werden muss, hängt von den Vorgaben des Netzbetreibers ab. Einige schreiben bestimmte Felder und Trennvorrichtungen explizit vor.

→ Wichtig für Vermieter:innen

Externe Wandlermessung (Sonderfall)

Bei besonders großen Anlagen – z. B. in Gewerbeobjekten mit sehr hoher Anschlussleistung – wird die Wandlermessung außerhalb des Hauptverteilerschranks platziert, z. B. in einem separaten Technikschrank oder einem eigenen Raum. Auch hier gilt: Der Zähler sitzt getrennt von den Stromwandlern, verbunden durch den Sekundärstromkreis.

→ In der Praxis selten, aber bei > 250 A oder großen Mieterstrom-Gewerbeprojekten

Was bedeutet das für die Planung?

Der Aufbau des Zählerplatzes ist genau normiert – unter anderem durch die technische Regel VDE-AR-N 4101 und die DIN VDE 0603-2-2. Diese Vorgaben definieren, wie Felder aufgeteilt, gekennzeichnet und zugänglich gestaltet sein müssen – zum Beispiel mit einem separaten Wandlerraum, einem Wandlerzusatzraum und ggf. einem Abschlusspunkt Zählerplatz (APZ) für die externe Kommunikation.

Planung & Einbau: Das muss beim Wandlermessplatz beachtet werden

Sobald klar ist, dass für ein Projekt eine Wandlermessung benötigt wird, beginnt die technische Detailarbeit. Und die hat es in sich. Denn im Gegensatz zum Standardzähler, der oft unkompliziert montiert werden kann, erfordert der Wandlermessplatz eine ganze Reihe zusätzlicher Überlegungen.

Technische Voraussetzungen
  • Stromstärke über eine bestimmte Ampere-Grenze: In vielen Fällen ist ab 63 A keine Direktmessung mehr zulässig. Einige Netzbetreiber setzen die Grenze aber schon bei 40–55 A an, abhängig vom Zählersystem und den jeweiligen Technischen Anschlussbedingungen (TAB).
  • Zählerschrank prüfen: Viele vorhandene Schränke in älteren Gebäuden bieten keinen Platz für Wandlertechnik. Dann ist entweder ein Umbau oder ein komplett neuer Zählerschrank notwendig.
  • Platzbedarf: Für Wandlermessung braucht es zusätzlich:
    • Einen Wandlerraum (für die Stromwandler auf der Primärseite),
    • einen Wandlerzusatzraum (für Klemmen und Prüfeinrichtungen),
    • ggf. einen APZ (für Kommunikationseinheiten),
    • sowie Trennvorrichtungen (netz- und anlagenseitig).
  • Zugang & Sicherheit: Bestimmte Teile (z. B. Wandlerraum) dürfen nur durch Elektrofachkräfte geöffnet werden. Das wird durch Plombierung oder Abschottung geregelt.
Vorgaben durch Netzbetreiber & Normen

Netzbetreiber stellen eigene technische Anschlussbedingungen (TAB), die sich jedoch inhaltlich eng an die Normen VDE-AR-N 4101 und DIN VDE 0603-2-2 anlehnen. Das bedeutet: Jedes Projekt muss individuell mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden – sowohl bei Neubauten als auch im Bestand.

Auch die Position des Zählerschranks, die Größe des Anschlussraums (AAR) und sogar die Kabelführung spielen hier eine Rolle.

Unten sehen Sie ein Beispiel für einen solchen Aufbau:

Fazit: Wandlermessung – klingt kompliziert, ist aber machbar

Wandlermessung klingt im ersten Moment technisch – und das ist sie auch. Denn ab einer bestimmten Stromstärke reicht der klassische Haushaltszähler nicht mehr aus. Stattdessen kommt ein Wandlerzähler mit Zusatztechnik zum Einsatz, der nur einen kleinen Teil des Stroms direkt misst und daraus den Gesamtverbrauch berechnet.

Was viele nicht wissen: Wandlermessung ist kein Sonderfall, sondern ganz normale Praxis bei größeren PV-Anlagen, Wärmepumpen oder Mieterstromprojekten in Mehrfamilienhäusern. Und mit der richtigen Planung ist das auch kein Hindernis, sondern eine lösbare Aufgabe.

FAQ – Häufige Fragen zur Wandlermessung

Ein Wandlerzähler wird eingesetzt, sobald eine bestimmte Stromstärke überschritten wird – in der Regel liegt diese Grenze bei 63 Ampere, kann aber je nach Netzbetreiber auch schon bei 40–55 Ampere greifen.

Typische Anwendungsfälle sind größere PV-Anlagen, Mehrfamilienhäuser mit zentralem Netzanschluss oder gewerbliche Objekte mit hohem Strombezug.

Ein Standardzähler misst den Strom direkt. Ein Wandlerzähler misst nur einen Bruchteil (Sekundärstrom) über sogenannte Stromwandler – und rechnet diesen Wert dann hoch. So lässt sich auch hoher Stromfluss sicher und genau erfassen.

Ja. Wandlermessung ist technisch aufwendiger. Es fallen zusätzliche Kosten für Stromwandler, Prüfklemmblöcke und ggf. einen größeren Zählerschrank an. Auch die Montage ist anspruchsvoller.

Nein. Fachbetriebe oder der Netzbetreiber legen das fest – etwa beim Zählerschrankumbau oder bei der Anmeldung eines Mieterstromprojekts. Dach für Dach übernimmt diese Prüfung im Rahmen der Projektplanung.

Ja. Auch ein Wandlerzähler misst Bezug und Einspeisung separat – genau wie ein herkömmlicher Zweirichtungszähler. Er ist nur für höhere Ströme ausgelegt.

Ja. Es gibt auch Wandlerzähler mit Smart-Meter-Funktion, z. B. mit integriertem Kommunikationsmodul oder angebundenem Gateway. Das ist insbesondere bei Mieterstrom-Projekten relevant.

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