Finanzen & Kosten
Veröffentlichungsdatum:
06.10.2025
Autorin:
Camila Blajos Razuk
Lesezeit:
5 Minuten
Technik & Komponenten
Veröffentlichungsdatum:
06.10.2025
Autorin:
Camila Blajos Razuk
Lesezeit:
5 Minuten
Mieterstrom bedeutet: Solarstrom vom eigenen Dach direkt an die Mieter liefern – ergänzt durch Netzstrom, wenn die Sonne einmal nicht reicht. Das Besondere: Ein Teil des Stroms stammt direkt aus der Photovoltaikanlage auf dem Gebäude, der Rest kommt bedarfsgerecht aus dem öffentlichen Netz. Für Vermieter:innen ist deshalb entscheidend, alle Kosten eines Mieterstromprojekts – von Zähler- und Gatewaytechnik bis hin zu laufenden Betriebskosten – im Blick zu behalten.
Kurzdefinition: Ein Mieterstromprojekt bündelt einmalige Investitionen (Mess- & Kommunikationstechnik, Projektierung) und laufende Betriebskosten (Messstellenbetrieb, Gateway-Management, Abrechnung, Service). Ziel ist ein wirtschaftlicher Eigenverbrauch.
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Damit ein Mieterstromprojekt starten kann, sind einmalige Anschaffungen nötig. Diese bilden das Fundament für die spätere Abrechnung und den reibungslosen Betrieb. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Kostenblöcke und typische Preisspannen, basierend auf aktuellen Projekterfahrungen.
Für ein Mieterstrommodell ist eine präzise Messung von Erzeugung, Verbrauch und Einspeisung entscheidend. In der Praxis kommen verschiedene Zählertypen zum Einsatz:
Mehr Details zu den verschiedenen Zählertypen finden Sie in unserem Fachartikel ,,Welche Stromzähler braucht Ihr Mieterstromprojekt?”.
Ein Smart Meter Gateway ist das Herzstück der Datenübertragung: Es sammelt alle Messwerte und leitet sie verschlüsselt weiter, damit Abrechnung und Monitoring zuverlässig funktionieren.
Ausführliche Informationen lesen Sie in unserem Artikel „Was ist ein Smart Meter Gateway?“.
Bevor der erste Strom fließt, müssen Planung, Netzanschluss und Anmeldung erfolgen. Dazu gehören Genehmigungen, technische Abstimmung mit dem Netzbetreiber und die eigentliche Inbetriebnahme.
Eine Übersicht zu typischen Abläufen stellen wir in unserem Wissensbereich bereit (Artikel zur Projektierung).
Die PV-Anlage selbst (Module, Wechselrichter, Montage) ist für das Mieterstrommodell essenziell, wird jedoch von Solarteur-Partnern geliefert und montiert. Dach für Dach koordiniert die Projektierung, verkauft aber keine eigenen PV-Anlagen.
Mehr dazu in unserem Wissensartikel ,,Montage einer PV-Anlage – wie läuft das eigentlich ab?”.
Diese Investitionen sind einmalig, bilden jedoch das Rückgrat für den späteren Betrieb und eine saubere Abrechnung zwischen Solar- und Netzstrom.
Ein Mieterstromprojekt verursacht nicht nur einmalige Investitionen, sondern auch regelmäßige Betriebskosten. Diese sind vergleichsweise überschaubar, müssen aber von Anfang an in die Kalkulation aufgenommen werden. Die folgenden Posten sind typisch:
Damit Mieter:innen zuverlässig ihren Strom erhalten und monatliche Abrechnungen korrekt erstellt werden, braucht es ein professionelles Abrechnungssystem.
Vorteil für Vermieter:innen: Dach für Dach übernimmt diese Leistungen komplett, sodass kein zusätzlicher Verwaltungsaufwand entsteht.
Die Messtechnik muss nicht nur installiert, sondern auch laufend betrieben und gewartet werden. Dazu gehört auch das Smart Meter Gateway-Management.
Der Smart-Meter-Rollout sorgt dafür, dass diese Kosten künftig für alle Gebäude relevant werden – Mieterstromprojekte sind hier schon einen Schritt voraus.
Um die Anlage langfristig sicher zu betreiben, fallen Wartungs- und Versicherungskosten an.
Diese Posten sichern die Stromversorgung und Investition ab und lassen sich meist direkt über den Betreiber oder Dienstleister bündeln.
Neben den fixen Investitionen und den laufenden Betriebskosten gibt es einige optionale Positionen, die je nach Projekt und Vermieter-Strategie eine Rolle spielen können. Diese sind nicht zwingend, können aber sinnvoll sein, um das Projekt wirtschaftlich oder organisatorisch zu optimieren.
Diese Kosten sind meist einmalig und können je nach Umfang zwischen einigen hundert bis mehreren tausend Euro variieren.
Optionale Kosten sind kein Muss, können aber den Komfort erhöhen, Risiken reduzieren oder die Wirtschaftlichkeit verbessern.
Ein Mieterstromprojekt ist keine Kostenfalle, sondern eine nachhaltige Investition mit planbaren Ausgaben. Die anfänglichen Aufwände für Zähler, Gateway und Projektierung sind überschaubar, während die laufenden Betriebskosten klar definiert und kalkulierbar sind.
Mit der richtigen Projektstruktur – und einem Partner, der Technik, Betrieb und Abrechnung koordiniert – bleibt Ihr Aufwand minimal.
Kurz gesagt: Sie stellen das Dach, wir übernehmen den Rest – transparent, zuverlässig und wirtschaftlich.
Jetzt informieren: Erfahren Sie in unserem Wissensartikel ,,Mieterstrom ohne Aufwand: So einfach läuft’s mit Dach für Dach” Schritt für Schritt, wie Sie Ihr eigenes Projekt starten.
Die Investition in Zähler, Smart Meter und Gateway übernimmt in der Regel der Vermieter bzw. Anlagenbetreiber. Die laufenden Kosten können anteilig in die Mieterstromtarife einfließen.
Je nach Gebäudegröße liegen die laufenden Betriebskosten meist zwischen 400 und 700 € pro Jahr. Dazu gehören Messstellenbetrieb, Gateway-Management, Wartung und Abrechnung.
Der Abrechnungsdienstleister (z. B. Dach für Dach) passt die Verträge und Zuordnungen automatisch an – ohne zusätzlichen Aufwand für den Vermieter.
Ja. Auch Häuser mit drei bis acht Wohneinheiten profitieren besonders, weil der Verwaltungsaufwand gering bleibt und der Eigenverbrauchsanteil hoch ist.
Mieterstromprojekte amortisieren sich meist nach acht bis zwölf Jahren, abhängig von Strompreis, Förderhöhe und Eigenverbrauchsanteil. Danach erwirtschaftet die Anlage kontinuierlich Überschüsse.
Berechnen Sie jetzt Ihre mögliche Rendite – und finden Sie heraus, wie viel Ihre Immobilie mit Mieterstrom wert sein kann.
Wir freuen uns über Ihre Fragen und Anregungen und melden uns
schnellstmöglich bei Ihnen!